Executive Summary
Das Wiener Fleischereiwesen ist historisch eng mit städtischer Versorgungspolitik, Markt- und Zunftorganisation sowie öffentlicher Gesundheitsverwaltung verbunden. In vormodernen Stadtstrukturen wurden Fleischverkauf und Schlachtung typischerweise über standortgebundene Fleischbänke und (später) über handwerkliche Betriebe geregelt; im 19. Jahrhundert führten Urbanisierung, Seuchendiskurse, Veterinär- und Hygienereformen zu einer stärkeren kommunalen Bündelung und Kontrolle von Schlachtung und Fleischbeschau. Diese Entwicklung kulminierte – nach verbreiteter Forschungslage – in der großmaßstäblichen Schlachthof- und Marktinfrastruktur (St. Marx) sowie in institutionalisierten Vermarktungsformen (u. a. Verkaufshallen). Quellenprüfung erforderlich
Für die Gegenwart lässt sich – in vielen europäischen Großstädten und nach plausibler Übertragbarkeit auf Wien – ein Strukturwandel beobachten: Rückgang klassischer kleiner Fleischereien zugunsten von Supermarktketten, Filialstrukturen, Gastronomie/Feinkost, zugleich Nischen für Qualitäts-, Bio- und Spezialitätenanbieter. Die genaue aktuelle Anzahl Wiener Fleischereien sowie vollständige Verzeichnisse (Name, Adresse, URL, Öffnungszeiten) sind nur über aktuelle Register-/Kammerdaten belastbar zu ermitteln und werden deshalb im Bericht als Erhebungsaufgabe modelliert.
Die Geschichte der Wiener Fleischereien ist weniger eine lineare „Berufs“-Geschichte als eine Schnittstelle von Ernährungskultur, Stadtentwicklung, Gesundheitsregulierung und Wirtschaftsorganisation. Zentral sind Fragen der Hygiene (Fleischbeschau), der Marktlogistik (Schlachthof/Verkaufshallen) und der sozialen Akzeptanz (Tierschutz, Geruch/Abfall, Arbeitsbedingungen, Preis- und Versorgungspolitik). Zu belegen mit Archiv- und Amtsquellen
Datenbasis und Methodik
Die Aufgabenstellung kombiniert einen aktuellen Unternehmensüberblick (Betriebsdaten) und eine langfristige historische Rekonstruktion (18.–20. Jahrhundert, plus frühe Erstnennung). Für eine wissenschaftlich tragfähige Umsetzung sind quellenkritische Schritte nötig, da Begriffe und Abgrenzungen über die Jahrhunderte wechseln: „Fleischer/Fleischhauer/Fleischhacker“, „Fleischbank“, „Fleischselcher“, „Wurstler“, „Schlachthof“, „Markt- bzw. Verkaufshalle“ usw. Begriffe und Klassifikationen müssen pro Quelle dokumentiert werden.
Erhebungslogik für aktuelle Fleischereien
Für die Liste aktueller Fleischereien in Wien wird ein dreistufiges Verfahren empfohlen:
Stufe A (amtlich/primär): Branchen-/Mitgliederverzeichnisse der Wirtschaftskammer (WKO, Landesinnung/Innungsseite),
Gewerberegisterauszüge (soweit öffentlich), offizielle Betriebswebseiten.
Stufe B (kommunal): Stadt Wien (z. B. Marktamt, lebensmittelrechtliche Informationen, ggf. Open-Data-Standorte).
Stufe C (Plausibilisierung): Historische Kontinuitäten (z. B. Traditionsbetriebe), Presseberichte, Fachartikel.
Öffnungszeiten gelten als temporär volatil (Feiertage, Sommerzeiten, Personalengpässe). Für eine Homepage sollten Öffnungszeiten entweder direkt vom Betrieb übernommen oder nur als „laut Website am …“ mit Datum publiziert werden.
Erhebungslogik für historische Fleischereien
Für das 18.–20. Jahrhundert sind Adressbücher, Zunft-/Innungsakten, Steuer-/Konskriptionslisten, Markt- und Bauakten sowie historische Zeitungen zentral. Für Wien sind insbesondere digital zugängliche Bestände der Österreichischen Nationalbibliothek (Zeitungen, ggf. Adressbücher über Digitalisate) sowie Archiv-Findmittel des Wiener Stadt- und Landesarchivs naheliegend. Konkrete Serien/Signaturen sind durch Archivsuche zu bestimmen.
Datenmodell und Kennzeichnung von Unsicherheit
Alle Datenpunkte werden in diesem Bericht als Feldschemaverifiziert (durch primäre Quelle), wahrscheinlich (Sekundärquelle oder Mehrfachbelege), unsicher (nicht verifiziert) bzw. fehlend. Diese Kennzeichnung ist für eine „rigorose“ Publikation entscheidend.
Aktuelle Fleischereien in Wien
Datenlücke Eine vollständige, tagesaktuelle Liste (Name, Adresse, URL, Öffnungszeiten, Spezialitäten) kann in dieser Ausführung nicht final befüllt werden, da die notwendigen Branchenverzeichnisse und Betriebsseiten nicht live abgefragt werden konnten. Im Folgenden wird daher (a) ein publikationsfähiges Tabellenschema bereitgestellt und (b) beschrieben, wie die Daten aus amtlichen/primären Quellen erhoben und validiert werden.
Tabellenschema für die Homepage
| Name | Adresse (Wien) | URL | Kurzbeschreibung | Öffnungszeiten | Spezialitäten/Profil | Quelle & Datum | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| — | — | — | — | — | — | — | unsicher |
| — | — | — | — | — | — | — | unsicher |
Für eine belastbare Liste empfiehlt sich: (1) WKO-Branchenliste „Fleischer“ auf Wien filtern und exportieren, (2) jede Position gegen Betriebswebsite (Adresse, Spezialisierung) validieren, (3) Öffnungszeiten nur übernehmen, wenn die Website/Eintrag ein Datum oder verlässlichen Betreiberbezug enthält, (4) einen „Datenstand“-Zeitstempel je Betrieb ausweisen.
Historische Fleischereien im 18.–20. Jahrhundert
Historische Fleischereien lassen sich in Wien oft nicht als „Betrieb im heutigen Sinn“ (Marke, Filiale, Webauftritt) erfassen, sondern als Person/Haushalt (Meister/Fleischhauer), Standort (Fleischbank/Marktstand) oder Gewerbeeintrag. Daher benötigt jede Nennung eine klare Einheit: „Betrieb“ (Adresse + Name), „Meister“ (Name + Konzession) oder „Marktstand“ (Ort + Nummer).
Tabellenschema für historische Betriebe
| Name (Betrieb/Meister) | Aktive Jahre | Ort/Adresse | Quellentyp | Quelle (URL/Signatur) | Anmerkung | Status |
|---|---|---|---|---|---|---|
| — | — | — | Adressbuch / Innungsakt / Zeitung | — | Beispiel: „Fleischhauer“ im Adressbuch nach Bezirk | unsicher |
| — | — | — | Zeitungsanzeige / Konkurs / Gewerbenachricht | — | Beispiel: Anzeigen liefern oft Öffnungszeiten, Sortiment, Preisargumente | unsicher |
Quellenstrategien für 18.–20. Jahrhundert
Eine praktische, historisch robuste Strategie ist das „Dreieck“ aus: (a) Adressbüchern (serielle Zählbarkeit, Lieferanten/Meisterlisten), (b) Zeitungen (Anzeigen, Skandale, Hygienedebatten, Marktberichte), (c) Archivakten (Innungs-/Zunftakten, Bauakten, Marktordnungen). Durchgängigkeit und Klassifikation pro Jahrgang müssen geprüft werden.
Entwicklung der Anzahl Fleischereien
Die Anforderung nach Jahres-/Jahrzehntdaten ist methodisch anspruchsvoll, weil Zählungen je nach Epoche unterschiedliche Einheiten abbilden: Meister (Zunft/Innungsrecht), Stände (Fleischbänke), Gewerbeberechtigungen (Konzessionen) oder Betriebsstätten (Standorte). Für Vergleichbarkeit muss festgelegt werden, was „Fleischerei“ je Zeitfenster bedeutet.
Zeitreihentabelle (Platzhalter mit Datenlücken-Logik)
| Jahr/Jahrzehnt | Anzahl | Einheit/Definition | Quelle (URL/Signatur) | Datenqualität | Bemerkung zu Lücken |
|---|---|---|---|---|---|
| 1700er | — | Zunft-/Meisterzahl? | — | fehlend | Serielle Quelle (z. B. Zunftlisten) zu bestimmen |
| 1750er | — | Fleischbänke/Marktstände? | — | fehlend | Marktordnungen/Inventare; Begriffsklärung |
| 1800er | — | Meister, Betriebe oder Stände? | — | fehlend | Adressbuch-/Konskriptionsserien prüfen |
| 1850er | — | Adressbuch-Einträge „Fleischhauer“ | — | zu erheben | Adresseinträge zählen; Dubletten/Filialen beachten |
| 1900er | — | Adressbuch-/Gewerberegister | — | zu erheben | Vergleichbar nur bei stabiler Kategorie |
| 1950er | — | Branchenstatistik / Kammerdaten | — | zu erheben | Nachkriegsumbruch; Definition klären |
| 2000er | — | Standorte/Betriebsstätten | — | zu erheben | Filialketten vs. Einzelbetriebe getrennt ausweisen |
| 2020er | — | WKO-Mitglieder / Gewerbeberechtigung | — | zu erheben | Dynamik hoch (Schließungen/Übernahmen) |
Zeitachsen-Chart mit expliziten Datenlücken
Das folgende Diagramm ist absichtlich als „Framework“ mit markierten Datenlücken gestaltet. Sobald belastbare Zählwerte aus seriellen Quellen (Adressbücher/Kammerstatistik) eingetragen sind, kann es zur Publikation genutzt werden.
Mermaid-Zeitachsen-Chart
Dieses Mermaid-Timeline-Diagramm bildet Meilensteine ab (unabhängig von Zählwerten) und eignet sich als visuelle Struktur für die Homepage. Einzelereignisse sind als zu verifizieren markiert.
timeline title Fleischereiwesen in Wien – Infrastruktur, Regulierung, Wandel Mittelalter : Fleischbänke, Markt- und Zunftorganisation (zu belegen) Frühe Neuzeit : Zunftordnungen, Preis- und Qualitätsregeln (zu belegen) 18. Jh. : Serienquellen für Meister/Stände identifizieren (Arbeitsauftrag) 19. Jh. : Hygienedebatten, Veterinärwesen, Zentralisierungstendenzen (zu belegen) St. Marx : Ausbau eines zentralen Schlacht- und Viehmarktkomplexes (zu belegen) 20. Jh. : Kälte- und Transporttechnik verändert Produktion & Verkauf (zu belegen) Spätes 20. Jh. : Strukturwandel, Rückgang vieler Kleinstbetriebe (zu belegen) 21. Jh. : Qualitätsnischen, Regionalität, Tierschutz, Transparenzdruck (zu belegen)
Erste urkundliche Erwähnung eines Fleischers in Wien
Datenlücke Eine seriöse „erste urkundliche Erwähnung“ erfordert den Zugriff auf Urkundeneditionen bzw. Archivsignaturen (z. B. früheste Stadt-/Bürgerbücher, Urkundenbücher, lateinische Bezeichnungen wie carnifex bzw. macellarius). Ohne Zugriff auf die entsprechenden Digitalisate/Findmittel kann hier keine verifizierte Erstnennung samt wörtlichem Zitat publiziert werden.
(1) Recherche in digitalen Urkundeneditionen zur Stadt Wien (Stichworte: carnifex, macellarius, fleischhauer, fleischhacker)
(2) Abgleich mit urbanen Funktionsorten (Fleischmarkt, Fleischbänke) und Berufsbezeichnungen in deutsch/lateinisch.
(3) Dokumentation: Datum, Dokumenttyp, Aussteller/Empfänger, Kontext (z. B. Abgaben, Standrecht, Marktordnung), und das Zitat
(max. 25 Wörter) mit genauer Seiten-/Nummernangabe.
Platzhalter für Zitat und Kontext (für spätere Verifikation)
„[Hier Zitat (≤ 25 Wörter) aus der frühesten nachweisbaren Urkunde einfügen.]“
Fleischertraditionen, Produkte und Organisationen
Wien ist kulinarisch durch eine Mischung aus Hof-, Bürger- und Arbeiterküche geprägt; Fleisch- und Wurstwaren spielen in vielen klassischen Speisen eine tragende Rolle. Für Fleischereien sind dabei drei Traditionslinien relevant: (a) handwerkliche Zerlegung und Veredelung (Wurst, Selch, Pökeln), (b) städtische Versorgungs- und Marktkultur, (c) institutionelle Organisation (Zünfte/Innungen, Ausbildungswesen, Qualitätsnormen). Mit Quellen zu belegen
Handwerkliche Praxis und typische Wiener Produkte
Als „Fleischerhandwerk“ lässt sich in einer modernen Definition die Kette aus Rohwarenkunde, Zerlegung, Produktion (Brüh-/Rohwürste, Kochwaren), Haltbarmachung (Pökeln, Selchen, Kühlen) und Verkauf/Beratung fassen. In Wien sind zahlreiche Produkte kulturhistorisch aufgeladen (z. B. Würstel- und Selchwarentraditionen), wobei die Zuordnung einzelner Produkte zu „typisch wienerisch“ quellenkritisch zu prüfen ist (Rezeptquellen, Kochbücher, Gewerbeanzeigen). Beleglage erforderlich
Organisationen, Innungen und Ausbildung
Historisch wurden berufliche Rechte und Pflichten über Zünfte bzw. später über Innungen/berufsständische Organisationen geregelt. Für die Gegenwart sind insbesondere die Strukturen der Wirtschaftskammer (Landesinnung, Fachgruppen) relevant – u. a. für Berufsrecht, Lehrlingswesen und Interessenvertretung. Organisationstitel, Zuständigkeiten und historische Kontinuitäten sind zu belegen
Eine publizistisch starke, aber sachliche Darstellung lässt sich erreichen, indem (1) ein kurzer Abschnitt „Was macht eine Wiener Fleischerei aus?“ mit 5–7 klaren Kriterien (Handwerkstiefe, Regionalität, Transparenz, Tierwohlstandards, Produktportfolio, Beratung) ergänzt wird, und (2) Innungs-/Ausbildungsinformationen mit offiziellen Quellen (WKO, Berufsschulen, Lehrberufe) verlinkt werden.
Vorbehalte, Hygiene, Gesundheit, Tierschutz und Debatten
Vorbehalte gegenüber Fleischereien sind historisch und aktuell ein wiederkehrendes Thema. Sie betreffen dabei unterschiedliche Ebenen: öffentliche Gesundheit (Fleischqualität, Zoonosen, Kühlung), städtische Umwelt (Abfall, Geruch, Abwasser), Tierwohl (Transport, Schlachtung, Haltungsbedingungen) und politisch-soziale Fragen (Preise, Versorgung, Arbeitsbedingungen). Die konkrete Wiener Debattengeschichte ist über Gemeinderatsprotokolle, Verordnungen und Pressequellen zu rekonstruieren. Beleglage erforderlich
Öffentliche Gesundheit und Hygiene
Aus Sicht der Gesundheitsverwaltung sind drei Themenachsen zentral: (1) Fleischbeschau (Veterinär- bzw. amtliche Kontrolle), (2) Temperatur- und Kühlkette (technikhistorischer Einschnitt), (3) Schlacht- und Verarbeitungsorte (Dezentralität vs. Zentralisierung). In vielen Städten wurden zentrale Schlachthöfe als Antwort auf Hygiene- und Kontrollprobleme etabliert. Für Wien ist St. Marx in diesem Zusammenhang als Schlüsselort zu behandeln. Zu belegen mit Verordnungen/amtlichen Berichten
Tierschutz und gesellschaftliche Kritik
Moderne Debatten verschieben den Fokus stärker auf Tierwohl, Klimawirkungen und Ernährungsstile. Für eine sachliche Homepage-Publikation ist es sinnvoll, diese Debatten nicht normativ zu entscheiden, sondern: (a) zentrale Argumente und Kritikpunkte knapp darzustellen, (b) auf überprüfbare Standards/Labels/gesetzliche Rahmenbedingungen zu verweisen, (c) lokale Wiener Initiativen/Regelungen (sofern vorhanden) mit Primärquellen zu belegen. Aktueller Rechts-/Diskussionsstand zu verifizieren
„Geruch, Abfälle, Krankheitsangst, unsaubere Schlachtungen“ – Hinweise sind typischerweise in Zeitungen (Leserbriefe, Berichte), Polizey-/Marktordnungen und Bauakten auffindbar. Wien-spezifische Beispiele zu erheben
„Tierwohl, Transparenz, Preis, Herkunft, Konsumkritik“ – Hinweise finden sich in NGOs, politischen Anträgen, amtlichen Kontrollen, Medienberichten. Für die Homepage: nur Aussagen mit Primär-/Amtsbelegen verwenden. Quellenprüfung erforderlich
Schlachthof St. Marx und Fleischverkaufshalle Landstraßer Hauptstraße
Die Infrastrukturgeschichte rund um St. Marx ist für das Verständnis des Wiener Fleischereiwesens zentral, weil sie die städtische Logistik (Viehtrieb/Transport, Schlachtung, Kühlung), die amtliche Kontrolle (Fleischbeschau) und die Marktorganisation (Groß- und ggf. Einzelhandel/Verkaufshallen) räumlich bündelte. Exakte Chronologie, Bauphasen und Zuständigkeiten müssen quellenbasiert ergänzt werden.
Schlachthof St. Marx
zu verifizieren Als Arbeitsannahme für die spätere Quellenergänzung gilt: St. Marx fungierte als großstädtischer Schlacht- und Marktkomplex, dessen Errichtung im Kontext von Hygiene-, Veterinär- und Versorgungspolitik des 19. Jahrhunderts stand. Für den Bericht sind insbesondere folgende Aspekte belastbar zu dokumentieren:
Fokusfragen für die Ausarbeitung
(1) Gründungsbeschluss und kommunale Zuständigkeit (Gemeinderat/Verordnung).
(2) Bau- und Erweiterungsphasen (Jahre, Architekt:innen/Planer:innen, Bauakten).
(3) Betriebslogik: Zulieferung (Bahn/Transport), Schlachtlinien, Veterinärkontrolle, Kühlung, Entsorgung/Abwasser.
(4) Soziale Dimension: Arbeitsbedingungen, Konflikte mit Anrainer:innen, Preis-/Versorgungspolitik.
(5) Spätere Umnutzung/Abwicklung: Teilstilllegung, Denkmalschutz, heutige Nutzung (falls zutreffend).
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Fleischverkaufshalle Landstraßer Hauptstraße
zu verifizieren Unter „Fleischverkaufshalle“ ist in der Regel eine institutionalisierte Verkaufsinfrastruktur zu verstehen, die – je nach Epoche – der geordneten, kontrollierten Abgabe von Fleisch (Einzelhandel oder Großhandel) dienen konnte. Für die Landstraßer Hauptstraße ist zu klären, ob es sich um eine kommunale Einrichtung, eine marktrechtliche Halle oder eine betriebsgebundene Verkaufshalle im Umkreis der Schlachthoflogistik handelte.
| Aspekt | Zu dokumentieren | Quellentyp | Status |
|---|---|---|---|
| Lage | Exakte Hausnummer, Parzelle, Planbezug | Bauakt, Stadtplan, Adressbuch | offen |
| Baujahr / Umbauten | Bauphasen, Architekt:innen, Materialität | Bauakten, Zeitungsberichte, Fachpublikation | offen |
| Betrieb | Nutzungsregeln, Standplätze, Öffnungszeiten, Kontrollregime | Marktordnung, Amtsberichte | offen |
| Architektur | Typologie „Markthalle“, Belichtung, Hygiene (Wasser, Abfluss) | Pläne, Baubeschreibung | offen |
| Schließung/Umnutzung | Zeitraum, Gründe, Nachnutzung | Amtliche Mitteilungen, Presse | offen |
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Vergleichstabelle aktueller vs. historischer Betriebstypen
| Dimension | Historisch (18.–frühes 20. Jh.) | Heute | Typische Quellen |
|---|---|---|---|
| Einheit der Organisation | Meister/Zunft, Fleischbank, Marktstand | Betriebsstätte, Filiale, Marke, Onlineauftritt | Innungsakten, Marktordnungen, Adressbücher / Kammerdaten, Websites |
| Kontrolle/Hygiene | Stadt-/Marktaufsicht, frühe Beschauformen | Lebensmittelrecht, Kühlketten, amtliche Kontrollen | Verordnungen, Amtsberichte / Rechtsnormen, Kontrollberichte |
| Logistik | Viehtrieb/Transport, lokale Schlachtung, später Zentralisierung | Industrieproduktion + Distribution, regional/globale Lieferketten | Schlachthofakten, Bauakten / Branchenberichte, Nachhaltigkeitsberichte |
| Öffentliche Debatte | Geruch, Abfall, „unsaubere“ Schlachtungen, Seuchendiskurse | Tierwohl, Klima, Gesundheit, Konsumkritik | Zeitungen, Gemeinderat / Medien, NGOs, politische Anträge |
Quellen und URLs
Die folgende Liste enthält Startpunkte, die für eine quellenkritische Ausarbeitung prioritär sind (amtlich/primär, Wien-bezogen, deutschsprachig). Hinweis Da in dieser Ausführung keine Live-Abfrage möglich war, sind die Links vor Publikation zu öffnen und die relevante Passage zu prüfen.
-
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA) – Website/Findmittel:
WStLA
· URL:
https://www.wien.gv.at/kultur/archiv/ -
Wien Geschichte Wiki – (für St. Marx, Märkte, städtische Infrastruktur; als Sekundär-/Einstiegsquelle, dann Primärbelege nachziehen):
Wien Geschichte Wiki
· URL:
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/ -
Österreichische Nationalbibliothek – ANNO (historische Zeitungen; Anzeigen, Debatten, Marktberichte):
ANNO
· URL:
https://anno.onb.ac.at/ -
Österreichische Nationalbibliothek – Digitale Sammlungen (für weitere digitalisierte Druckwerke/Adressbücher, je nach Bestand):
Digitaler Lesesaal
· URL:
https://digital.onb.ac.at/ -
Wirtschaftskammer Österreich (WKO) – Einstieg:
WKO
· URL:
https://www.wko.at/ -
Wirtschaftskammer Wien – Einstieg (für Landesinnungen/Branchenkontakte in Wien):
WKO Wien
· URL:
https://wko.at/wien -
Stadt Wien – Portal (für Marktamt/Verordnungen/kommunale Infos, ggf. Open Data):
wien.gv.at
· URL:
https://www.wien.gv.at/ -
Stadt Wien – Open Government Data:
data.wien.gv.at
· URL:
https://data.wien.gv.at/ -
RIS (Rechtsinformationssystem) – für Rechtsnormen (Lebensmittelrecht, Veterinär-/Kontrollrecht; Wien-spezifische Verordnungen ggf. über Landesrecht):
RIS
· URL:
https://www.ris.bka.gv.at/
Ergänzen Sie die Quellenliste um: (a) konkrete WStLA-Signaturen (Zunft-/Innungsakten, Bauakten St. Marx, Marktordnungen), (b) konkrete ANNO-Artikel-Links (z. B. Anzeigen/Skandale/Hygienedebatten), (c) wissenschaftliche Fachaufsätze (Stadtgeschichte, Infrastruktur- und Hygienegeschichte), (d) direkte Betriebswebseiten für die aktuelle Fleischereiliste.